Social Media Crashkurs Teil 6: Snapchat

von Chrissy

Kaum etwas wird im Bereich Online Marketing Trends so häufig diskutiert wie der Untergang der App Snapchat. Der Hype um die Plattform sei laut Experten lange vorbei und seine USPs ohnehin durch Konkurrenten wie Instagram und TikTok abgelöst.

Jetzt fragt ihr euch vermutlich: warum will sie mir etwas über eine Plattform erzählen, die es vermutlich bald nicht mehr gibt? Nun ja, eine Plattform verschwindet nicht von heute auf morgen. Solange es Nutzer gibt, wird sie auch noch eine Zeitlang existieren. Zudem gibt euch Snapchat einen guten Einblick in eine sehr junge Zielgruppe und dafür, was z.B. Tiktok (hierzu mehr in meinem Artikel und im nächsten Video) besser macht.

Snapchat Beispiele

 

Snapchat DMEXCO

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Snapchat

 

Zweck

Also, was ist Snapchat?

Snapchat ist ein Instant-Messaging-Dienst für Smartphones und Tablets. Mit Snapchat kann man Fotos und andere Medien an andere Nutzer senden. Das Besondere: der Content ist nur für eine bestimmte Anzahl von Sekunden für den Empfänger sichtbar – danach „zerstört“ er sich selbst. Zudem zeichnet sich Snapchat durch seine vielfältigen Filter aus.

Im Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken erhalten Nutzer keine Profile, die sie ausbauen und gestalten können. Stattdessen haben sie einen eigenen, aber einseitig ausgerichteten Channel, mit dem sie neue Inhalte verbreiten können. Andere Nutzer können diese Inhalte ansehen, aber nicht kommentieren oder liken.Die Inhalte verschwinden zudem nach einer gewissen Zeit.

Nutzerzahlen Snapchat Statista

*Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/771459/umfrage/nutzerstruktur-von-snapchat-nach-altersgruppen-in-deutschland/

 

Wie man sieht, sind die Snapchat-Nutzer sehr jung. Laut Futurebiz sind 72% der deutschen Nutzer sogar nicht älter als 24 Jahre.

Insgesamt nutzen täglich 186 Mio. Menschen weltweit die App. Die meisten Nutzer sind weiblich, was vor allem an der Art der Funktionen der App liegt (z.B. Beauty-Filter).

Ein paar interessante Facts zu den Nutzerzahlen findet ihr hier: http://www.futurebiz.de/artikel/snapchat-statistiken-nutzerzahlen/

 

Begrifflichkeiten

Snap: Begriff für den erstellten und veröffentlichten Content

Snapcode: persönlicher „Fingerabdruck“, den andere User einscannen können, um einen Nutzer zu adden

Timer: hiermit lässt sich einstellen, wie lange ein Snap „überlebt“ bevor ich sich selbst zerstört. Möglich sind max. 60 Sekunden.

Filter & Editor: Snapchat bietet die Möglichkeit seine Bilder direkt in der App zu bearbeiten. Das kann z.B. das Einfügen von Texten und Emojis sein, aber auch das Anwenden bereits integrierter Filter (z.B. reine Farbfilter, animierte Bildfilter, Audio-Filter, Geo-Filter etc.).

Snapchat-Story: ist ein Feature, das Usern Möglichkeit gibt, kurze, zusammenhängende Geschichten einzustellen. Eine Story kann Fotos und Videos beinhalten.

Bitmoji: eine Art Mini-Me Sticker, den man in seine Snaps integrieren kann und der eigene Storys „erleben“ kann

 

Werbemöglichkeiten

Und wie sollte es auch anders sein – natürlich kann man auch bei Snapchat werben. Allerdings bietet das Unternehmen hier nicht zu viele Möglichkeiten und ist auch recht streng, was zum Beispiel Spezifikationen angeht. Ich vermute, das liegt unter anderem an der recht jungen Zielgruppe. Hier muss man aus rechtlichen Gründen vorsichtig sein. Bei einem On-Demand-Geofilter ist es z.B. nicht möglich klickbare URLs und Markenlogos einzufügen. Die Motive werden sogar vorher alle von Snapchat überprüft und müssen freigegeben werden.

 

Snap Ads: eine Video-Werbeanzeige von maximal 10 Sekunden Länge mit der Option, weitere Informationen zu liefern, wenn der Nutzer auf der Anzeige nach oben wischt.

Gesponserte Linsen: Unternehmen können Linsen (= Filter) selbst gestalten und im Filtermenü der Nutzer zur Verfügung stellen.

Gesponserte Geofilter: Unternehmen können grafische Overlays passend zum Standort des Nutzers entwerfen und zur Verfügung stellen

On-Demand Geofilter: Testmodell von Snapchat, mit dem Unternehmen testen können, wie Werbung auf Snapchat performt (Start schon bei 5€). Funktionieren genau wie gesponserte Geofilter, nur dass sie z.B. für größe Flächen und für einen längeren Zeitraum verfügbar sind.

Snap to Unlock: Snapcodes werden auf physischen Medien wie z.B. Plakaten, Rechnungen, Tassen etc. angebracht, die Snapchatter dazu bringen sollen, mit Marken zu interagieren, indem sie Zugang zu „geheimen“ Funktionen innerhalb der App erhalten. Wenn der User in App ein Foto von einem Snapcode macht, schaltet er damit für einen begrenzten Zeitraum eine Geofilter oder eine Linse frei.

Discover-Funktion: Bereich in der App (dort wo die Storys sind Swipe nach rechts) ist der Discover-Bereich. Hier können Publisher redaktionelle Inhalte, Videos, Fotos, Musik etc. posten und auch Werbung schalten.

 

 

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