The Power of Meme Marketing

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In Gedenken an Grumpy Cat…

Jeder kennt sie, jeder liebt sie: Memes

Bereits in meiner Review zu den diesjährigen Online Marketing Rockstars habe ich erwähnt, welche große Rolle Memes im Marketing tatsächlich spielen. Falls ihr euch erinnert: es wird online mehr nach Memes gesucht als nach Jesus.

Meme vs Jesus

 

Was bedeutet Meme eigentlich?

Das Wort Meme existiert schon seit 1976. Damals wurde es vom Autor populärwissenschaftlicher Literatur Richard Dawkins geprägt und verwendet, um das Verbreiten kultureller Informationen zu beschreiben.  Im Zuge der digitalen Revolution veränderte sich seine Bedeutung aber dahingehend, eine bestimmte Art von Internetphänomen zu beschreiben, nämlich aussagekräftige und bekannte Motive, die in Kombination mit einem Text eine neue Bedeutung erhalten.

Memes beziehen sich in ihrer Entstehung meistens auf beliebte Serien und Filme oder aktuelle Ereignisse. Sie zeichnen sich durch ihre rasend schnelle virale Verbreitung im Internet aus – vor allem über soziale Netzwerke oder bekannte Webseiten wie 9GAG.

Kurz gefasst: Memes sind Insider-Witze einer Online-Gemeinde.

beliebte Memes

Bildrechte liegen bei Grumpy Cat, imgflip, derbeste.de

 

Wieso eigenen sie sich so gut für das Marketing?

Philipp Westermeyer hat es im Zuge seiner 7 Todensünden auf der OMR bestens erklärt: Memes zielen auf den Stolz der Nutzer ab. Stolz, Teil einer Gruppe zu sein, stolz darauf, einen Insider zu haben. Sie fördern das Gefühl von Zusammengehörigkeit. Nur wer Teil einer Gruppe ist, kann bestimmte Memes verstehen. Die Schaffung dieses Wir-Gefühls sollte man auf seine Contentstrategie anwenden. So schaffe man sich hoch engagierte und involvierte Kunden.

Memes sind leicht verständlich, größtenteils bekannt und vor allem beliebt. Zudem kann man sie günstig produzieren und wenn sie gut sind, haben sie hohe Chancen zum viralen Hit zu werden.

All das spricht doch dafür, dass Memes im Marketing die absolute Geheimwaffe sind richtig? Naja, auch hier sei gesagt, das Zauberwort ist „gut gemacht“. Memes müssen zum Unternehmen passen und ansprechend für eine breite Masse an Menschen produziert werden. Und wie ihr wisst: gut ist nicht gleich gut und Geschmäcker sind verschieden.

 

Vorsicht: die neue Urheberrechtsreform

Der Spaß an unseren geliebten Memes könnte uns um Zuge der neuen Urheberrechtsreform allerdings bald vergehen. Schuld daran könnten die sog. Upload-Filter sein. Diese sind technisch noch nicht so ausgereift, dass sie den Unterschied zwischen urheberrechtlich geschütztem Material und Satire wie Memes erkennen können. In Folge würden dieses dann ebenso blockiert.