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eSports: Hype the Hype!

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eSports – was soll das sein? Ein Haufen pickliger Nerds, die mit Videospielen ein bisschen Geld verdienen?

Vermutlich gibt es noch viele, die bei eSports genau dieses Bild im Kopf haben. Aber denen sei gesagt: Augen auf und weg mit den Vorurteilen, denn ihr verpasst einen der größten Trends seit Pokémon Go!

 

eSports – was ist das eigentlich?

Das Wort verrät schon, dass es um Sport in elektronischer Form geht. Genauer gesagt, um Wettkämpfe, die im Einzel- und Multiplayer-Modus via Computerspiele ausgetragen werden. Zu den größten Wettkampf-Spielen gehören League of Legends, Halo und FIFA.

Hier haben sich über die letzten Jahre richtigen Ligen und Weltmeisterschaften entwickelt – und nicht zuletzt ein Milliarden schwerer Markt.

Ein paar Facts:

  • Bereits 1972 lieferte man sich an der Uni Stanford das erste offizielle Spacewar-Turnier in einem KI-Labor. Siegprämie war damals Freibier und ein Jahresabo des offiziellen Sponsors „Rolling Stone Magazin“.
  • Das erste landesweiter Turnier, über das auch öffentlich groß berichtet wurde, wurde 1980 von Atari veranstaltet (#spaceinvaders).
  • Die ESL (Electronic Sports League) ist mit ihrer Gründung 2000 die älteste aktive eSport-Liga.
  • In Deutschland gibt es ungefähr doppelt so viele Gamer wie Autofahrer. Das berichtet die Sportschau in ihrem Bericht zum Thema eSports.
  • Die Hälfte der Generation X spielt mind. 1x pro Woche Videospiele.
  • Der Umsatz mit Gaming inkl. Hardware betrug in Deutschland im Jahr 2017 3,35 Mrd. Euro. Zum Vergleich: die Bundesliga hat 2015 einen Umsatz von ca. 2,6 Mrd. Euro verzeichnet.
  • Die besten professionellen eSportler können Jahresverträge mit bis zu 320.000 Dollar Grundgehalt erhalten (zzgl. Preisgeld, versteht sich).
  • Das höchste bisher ausgeschüttete Preisgeld auf einem Turnier betrug 24 Mio. Dollar.
  • Laut Deloitte ( Bericht ) geht man künftig von jährlichen Einnahmen in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar im eSports-Markt und 600 Millionen Fans aus.
  • Bereits mehrere deutsche Sportclubs haben eSports-Abteilungen eingeführt. Darunter der 1. FC Nürnberg, FC Schalke 04, VfB, Stuttgart, RB Leipzig, Hertha BSC und VfL Wolfsburg.

Und lasst uns gleich noch mit ein paar Klischees aufräumen: natürlich wird man unter den Profis in diesem Markt auch den klassischen Prototyp eines nerdigen Gamers antreffen, aber was die Jungs und Mädls hier leisten, erfordert viel mehr als nur Videospiel-Skills. Sie müssen sich körperlich und mental fit halten, trainieren hierzu teils täglich ihre körperliche Fitness und achten für die optimale Konzentration auf ihre Ernährung. Um überhaupt eSports Profi werden zu können, erfordert es viele 100 bis 1.000 Stunden Üben, Spielen und Gewinnen. Profi-eSportler kann also ein richtiger Vollzeitjob sein.

 

eSport – die neue Goldgrube?

Wie ihr aus den Facts schon herauslesen konntet, ist eSports ein riesiger Markt mit wachsendem Potential, was man nicht zuletzt daran merkt, dass vor allem Profi-Fußballclubs nun eigene eSports-Abteilungen aufbauen und Gaming-Profis unter Vertrag nehmen.

Auch eine aktuelle Studie von Statista zeigt die Bedeutung für die Wirtschaft:

Umsatz eSports weltweit

Ich denke, dass dieser Hype großes Potential hat, nicht nur ein Hype zu bleiben, sondern sich als neues Geschäftsfeld in vielen Bereichen und Industrien zu etablieren. Der Stellenwert von eSports wird nicht nur als sportliche Disziplin, sondern auch als Wirtschafts- und Vermarktungszweig zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Unternehmen sollten sich deshalb möglichst bald überlegen, ob eSports Teil ihrer Philosophie und ihrer Geschäftsfelder werden kann. Insbesondere Sponsoring kann sich hier als lukrative Maßnahme erweisen.