Advertising needs Psych: Warum Online Marketing ohne Psychologie nicht funktioniert

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Viele fragen mich: Kannst du dein Wissen aus der Werbepsychologie eigentlich im Alltag anwenden?  Die klare Antwort: Ja.

Als Werbepsychologin habe ich seit jeher einen besonderen Blick auf Nutzerverhalten und User Journey und wenn ich eins gelernt habe, dann dass Online Marketing ohne Psychologie nicht funktioniert.

Das Involvement und der Funnel

Grundsätzlich musst Du davon ausgehen, dass es zwei Arten von Kunden gibt: high involviert und low involviert. High involvierte Kunden haben sich entweder bereits mit Dir oder Deinem Produktfeld auseinandersetzt. Sie haben recherchiert und sind offen für Angebote. Diese erreichst Du im Advertising i.d.R. sehr gut.

In der Werbeansprache wollen sie wissen, warum ausgerechnet Dein Produkt das Beste ist. Oft kannst Du diese bereits retargeten oder durch gezielte Interessen filtern. Rabatte und Angebote machen dich sympathisch.

Leider ist der Großteil der User aber low involviert, das kommt einer Kaltakquise gleich. Willst Du diese potentiellen Kunden erreichen, musst Du ihnen viele Informationen geben und sie erstmal auf Dich und Deine Produkte aufmerksam machen. Erfahrungsgemäß funktioniert hier Videocontent sehr gut. Dieser generiert im ersten Schritt mehr Aufmerksamkeit, weil es Bewegtbild ist. Durch Aufmerksamkeit kannst Du Interesse lenken. Erst im Remarketing gibt man diesen Usern plakative Angebote, am besten in statischer Bildform.

Erfahrungsgemäß sind dies auch sehr preissensitive Kunden.

Die User Journey

Wie denkt der Kunde? Oder: Schließe niemals von Dir selbst auf andere! Was für Dich logisch erscheint, muss es nicht zwangsweise auch für den Kunden sein. Gehe also bei der Gestaltung Deiner User Journey niemals von Deinem Wissensstand aus.

Meine Tipps:

  • Wenige Klicks von der Ad zum Produkt
  • Produkt und Infos klar im Fokus der Landingpage
  • Einfacher Bestellprozess
  • Einfache und vielfältige Bezahlmöglichkeiten

Und wie immer: testen, testen, testen.

Mein kleines Online-Psychologie-1×1

Und nachfolgend noch ein paar meiner Learnings aus den letzten Jahren, wenn es um die Verbindung von Online Marketing und Werbepsychologie geht:

  • Im Push: Bewegtbild schlägt Statisch
  • Im Remarketing: Statisch schlägt Bewegtbild
  • Im Push: Personen auf Bildern sorgen für Trust • Im Remarketing: Bringe Dein Angebot auf den Punkt
  • Rabatte werden vom User erst ab 20% als wertvoll eingestuft
  • Streichpreise erhöhen die Wahrscheinlichkeit des subjektiven „Deal-Erlebnisses“
  • CTAs mit „Jetzt kaufen“/ „Jetzt starten“ funktionieren besonders gut
  • CTAs und Aktionsbadges auf Grafiken müssen sich farblich signifikant von der CI unterscheiden

Gruppenzwang auf Social Media

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Das Corona-Virus sorgt in vielerlei Hinsicht für einen regelrechten Boom auf Social Media: Nicht nur stieg insgesamt die Nutzung von Social Media, sondern insbesondere auch das Engagement der User und organische Reichweiten haben enormen Zuwachs erfahren. Besonders Profile von Marken profitieren hier. Deren Engagementrate stieg im Schnitt um ca. 16% (organisch).

Was neben Corona-bezogenen Themen derzeit besonders gut funktioniert, sind Aufrufe und Challenges, welche von Privatpersonen übernommen und verbreitet werden. Aufrufe wie „Poste ein Bild von dir als du xy getan hast und markieren x Personen“ sieht man immer häufiger.

Ein Mix aus einfacher Informationszugänglichkeit und (seien wir ehrlich) auch Langeweile sorgt für diese Effekte.

Doch was hier so ganz lapidar und witzig erscheint, kann teils auch zu ernsthaften Problemen führen: Gruppenzwang auf Social Media ist weit verbreitet. Wie dieser entsteht und warum wir uns so ungern dagegen wehren, erfahrt ihr hier.

Was bedeutet Gruppenzwang eigentlich?

Grundsätzlich beschreibt Gruppenzwang ein Verhaltensphänomen, bei dem das eigene Verhalten an das Verhalten einer Gruppe angepasst wird. Man stellt seine persönlichen Bedürfnisse zurück, um den Vorstellungen der Gruppe zu entsprechend. Häufig dient dieses Verhalten dem Umgang mit Unsicherheiten und um Kontroversen zu vermeiden. Ziel ist die Akzeptanz in der Gruppe.

Das Asch-Experiment

Der Psychologe Solomon Asch untersuchte das Phänomen Gruppenzwang schon in den 1950er Jahren in seinen legendären Asch-Experimenten.

Probanden wurden gebeten, aus 4 Linien die beiden gleich langen Linien zu erkennen:

Asch-Experiment

Diese waren sehr eindeutig dargestellt. Doch wurden bis auf einen einzigen Teilnehmer pro Gruppe alle anderen Teilnehmer dazu aufgefordert, mit Absicht das gleiche falsche Ergebnis zu nennen. Interessanterweise entschieden sich dann auch die Nicht-Eingeweihten wie folgt:

  • 50% schlossen sich mit ihrer Wahl der Mehrheit an und nannten, obwohl absolut eindeutig, mit Absicht auch die falsche Linie
  • 5% stimmten kategorisch immer der Mehrheit zu
  • Nur 25% kritisierten, dass offenbar eine Mehrheit versucht, das Ergebnis zu beeinflussen.

Als man die Probanden später fragte, warum sie gegen ihre eigene Meinung gehandelt haben, gab es folgende Begründungen

  • Unsicherheit
  • Angst vor Repressalien, wenn sie sich gegen die Mehrheit stellen
  • Angst, aus der Gruppe hervorzustechen
  • Behauptung, es genau so, wie die Mehrheit gesehen zu haben.

Diese Gründe gehören bis heute zu den häufigsten Gründen, sich der „Mehrheit zu beugen“.  Auch auf Social Media Plattformen kann man dies beobachten.

Beispiele für Social Media Gruppenzwang

Besonders die Plattform WhatsApp war hierfür sehr anfällig:

Whatsapp Kettenbrief

Kettenbriefe, die vor allem an Jugendliche geschickt wurden und diese unter Druck setzten „Leite das 100 Leuten weiter oder jemand stirbt“. Dies zählt natürlich zu den sehr krassen Formen von Gruppenzwang. Sie funktionieren jedoch nach demselben Prinzip wie das Asch-Experiment, jedoch verstärkt durch ein negatives Druckmittel. Auch wenn man rational weiß, dass hier nichts Schlimmes passieren wird, führt gerade bei Kindern und Jugendlichen die Verlustangst dazu, dass sie teilnehmen.

Etwas harmloser, aber nicht weniger unter Druck setzend sind solche Posts, wie sie derzeit zu hundertfachen auf Facebook erscheinen:

Auch hier wird die Nicht-Erfüllung an eine negative Folge geknüpft.

Warum handeln wir so?

Solche Postings sind in erster Linie als Spaß zu verstehen (so etwas wie „Momo“ natürlich nicht!). Doch fühlen wir uns dadurch verpflichtet und in gewissem Maße unter Druck gesetzt. Schuld daran ist auf Social Media vor allen die Sichtbarkeit. Man wird markiert und veröffentlicht. Jeder bekommt mit, wenn man die Aufgabe nicht erfüllt. Ein negative Folge, wie eine „Geldbuße“ für z.B. etwas Soziales erhöhen den Druck hier noch. Man hat Angst als „Spielverderber“ oder „unsozial“ betitelt zu werden und beugt sich so häufig dem, was von der Gruppe erwartet wird.

Fazit

Wie ihr seht, gehört Gruppenzwang schon fast zu unserem natürlich Verhalten. Es gehört zu unserem Bedürfnis, einer Gruppe anzugehören.

Doch mein persönliches Credo:

Stehe immer hinter dem, was du selbst vertrittst. Man muss nicht immer folgen, man kann auch mal führen.

Und ich sch*** auf Social Media Pressure – ich mach nur das mit, was mir Spaß macht und zu meinen Bedingungen 😉

Social Media Crashkurs Teil 10: SEO

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Heute widmen wir uns einem sehr wichtigen Baustein im Marketing, der zwar nur bedingt etwas mit Social Media zu tun hat, aber in diesem Feld trotzdem eine große Rolle spielt: SEO

 

Zunächst einmal: was ist SEO?

SEO = Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung

Darunter vesteht man Techniken, die einem dabei helfen, in den organischen Suchergebnissen (Search Engine Result Pages = SERPs) einer Suchmaschine, wie beispielsweise Google, besser zu ranken, also möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu stehen. Dadurch wird eure Website für Personen, die nach euren Produkten oder eurer Marke über Suchmaschinen suchen, besser sichtbar.

SEO ist ein Teil des Search Engine Marketing (SEM), unter dem alle Marketingstrategien im Zusammenhang mit Suchvorgängen zusammengefasst werden.

 

Zusammenhang SEM SEO SEA

 

Hier nochmal veranschaulicht an einem Beispiel. Oben und rechts seht ihr die bezahlten Suchergebnisse und ganz unten das erste Organische:

 

Wie arbeiten Suchmaschinen?

Das Ziel von Suchmaschinen ist es, Nutzer die relevantesten Ergebnisse zu seiner Suchanfrage zu liefern. Damit die Suchmaschine diese Ergebnisse anzeigen kann, muss eine Art Archiv mit allen Informationen vorliegen, aus denen die Ergebnisse dann ausgewählt werden. Dieses Archiv heißt bei Suchmaschinen „Index“. Ihr habt vielleicht schon mal das Wort Indexierung gehört. Das ist  nichts anderes als der Prozess, wie Suchmaschinen Content von Webseiten sammeln und priorisieren. Diese Indexierung ist allerdings von Suchmaschine zu Suchmaschine unterschiedlich. Unabhängig wie sie das machen, versucht allerdings jede Suchmaschine das komplette World Wide Web nach Informationen abzuscannen. Das machen sie über ein Programm, das als „Crawler“ bezeichnet wird (manchmal auch „Bot“).

Für Suchmaschinen spielen dabei zwei Faktoren eine wesentliche Rolle:

Faktor 1: Der Content der Website

Beim Indexieren wird jede URL, jede Meta-Angabe etc. nach relevanten Informationen durchsucht, um so Themen zu identifizieren.

Faktor 2: Website-Links

Crawler suchen auch nach Links zu anderen Webseiten. Diese Links werden nach ihrer Qualität gewertet. Ein Link von einer vertrauenswürdigen Webseite, kann als wertvoller eingestuft werden und sich somit positiv auf das Ranking auswirken.

Google beispielsweise nutzt über 900 Faktoren, die einen Einfluss auf das Ranking haben. Das sind nur einige davon:

  • Content der Webseite
  • Qualität des HTML-Codes einer Webseite
  • Struktur und innere Verlinkungen
  • Geographischer Ort des Suchenden
  • Mobile-Optimierung
  • Ladezeiten
  • Servererreichbarkeit
  • Social Signals (Verlinkungen aus sozialen Netzwerken)
  • User Experience
  • Qualität der eingehenden Links (Inbound-Links)

 

Ich denke mal, das grundlegende Prinzip, wie Suchmaschinen arbeiten ist klar. Wer sich hier gerne genauer mit befassen möchte bzw. sich generell mehr hineinfuchsen möchte in das Thema SEO, dem empfehle ich unbedingt die Google Zukunftswerkstatt: https://learndigital.withgoogle.com/zukunftswerkstatt

Hier kann man viele Online-Kurse belegen und sogar Zertifikate erwerben.

 

To Do’s für ein gutes SEO-Ranking

Nun ist natürlich der wichtigere Punkt, was ihr tun müsst, um ein gutes SEO-Ranking zu haben. Insgesamt ist es nicht schwer, dass eine Website indexiert wird. Die Krux ist es dafür zu sorgen, dass sie im Zusammenhang mit bestimmten Keywords gelistet wird. Wenn zum Beispiel jemand nach „Konsumentenpsychologie“ sucht, will ich natürlich, dass er im Zusammenhang mit diesem Keyword auch auf meine Website die Marketing Corner stößt.

Grundsätzlich gibt es vier Elemente, die Suchmaschinen beim Indexieren berücksichtigen und die ir entsprechend für eure Seiten optimieren solltet:

Rang

Der Rang ist die Position einer Website in den SERPs. Der Rang beschreibt, wie relevant eine Website in Bezug auf einen bestimmten Suchbegriff ist. Deshalb sollten die relevanten Keywords teil eures Contents, eurer Links, Tags und Meta-Beschreibungen sein.

Autorität

Hier werden die bereits angesprochenen hochwertigen Verlinkungen geprüft. Andersrum überprüfen Suchmaschinen auch Seiten, die auf dich verlinken und wie vertrauenswürdig diese sind. Ihr solltet also darauf achten, dass ihr in euren Beiträgen qualitativ hochwertig verlinkt (nicht auf die Quantität kommt es an!) und dass nur Seiten euch verlinken dürfen, die selbst ebenfalls vertrauenswürdig sind. Außerdem spielt bei der Bewertung der Autorität einer Seite auch das Alter der Domain eine wichtige Rolle. Ältere Domains werden in der Regel vertrauenswürdiger eingestuft.

Relevanz

Die Relevanz ist mitunter das wichtigste. Hier geht es vor allem um die richtigen Keywords und deren Einbettung in Content, URLs und Co.

Technische Aspekte

Unter technische Aspekte fallen solche, wie z.B. Ladezeiten und mobile Optimierung. Um z.B. lange Ladezeiten zu verhindern, komprimiert zum Beispiel eure Bilder. Zu lange Ladezeiten können ein richtiger Killer sein!

 

Eine wirklich tolle Schritt-für-Schritt-Anleitung, die euch zeigt, wie ihr eure Website SEO-fit macht und wo einzelne Begriffe etc. nochmal erklärt sind, findet ihr hier: https://bit.ly/2YXtrX5

Social Media Crashkurs Teil 8: Xing & Linkedin

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Neben all den jugendlichen, schimmernden Influencer Plattformen, wie Facebook, Instagram und Co. darf man jedoch einen sehr wichtigen Bereich nicht vergessen: Business.

Für dieses spezielle Feld haben sich in den letzten Jahren in Deutschland vor allem zwei Plattformen durchgesetzt: Xing und LinkedIn.

Ursprünglich waren diese beiden Plattformen vor allem zum beruflichen Kontakten gedacht. Inzwischen sind diese allerdings durchaus auch als Social Media Plattformen anzusehen, denn sie können viel mehr:

 

Zweck von Xing und LinkedIn

Xing und LinkedIn sind berufliche, soziale Netzwerke, in welchem sich Berufstätige ein Profil anlegen können, um mit z.B. Geschäftspartnern und Kollegen in Kontakt zu treten. Es besteht hier auch die Möglichkeit Unternehmen zu folgen, Events zu erstellen und für diese Tickets zu verkaufen und Branchen-News zu abonnieren.

Ziel von Xing und LinkedIn ist der professionelle Austausch und Vernetzten sowie die Jobsuche & Recruiting.

Dabei ist Linkedin im Großen und Ganzen etwas internationaler ausgerichtet als Xing, da es die Plattform auch weltweit und nicht nur im deutschsprachigen Raum gibt. Sie eignet sich deshalb insgesamt also besser, um sich international zu vernetzen.

Allein in der DACH-Region nutzen über 15 Mio. Menschen Xing und über 12 Mio. LinkedIn. Nutzen bedeutet in diesem Fall, dass sie sich dort registriert und ein angelegtes Profil haben.

Die Altersstruktur der beiden Netzwerke ist hier wie zu erwarten auf die Berufstätigen verteilt. Interessant ist, dass die Verteilung bei beiden nahezu identisch ist.

Statista Alterverteilung Xing und Linkdin D 2016

 

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/655768/umfrage/verteilung-der-nutzer-von-xing-nach-alter-und-geschlecht/

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/655779/umfrage/verteilung-der-nutzer-von-linekdin-nach-alter-und-geschlecht/

 

Funktionen von Xing und LinkedIn

Da die Begrifflichkeiten der beiden Plattformen selbsterklärend sind, möchte ich hier nur ein paar Funktionen nennen, die sie euch bieten:

  • persönliche Profile mit Lebenslauf, Kompetenzen, Interessen etc. erstellen
  • Unternehmensprofile anlegen
  • Personensuche & Vernetzen
  • Jobgesuche aufgeben
  • Jobsuche/ Stellenmarkt
  • Gruppen bilden und folgen
  • persönliche Nachrichten schreiben
  • Beiträge und Artikel schreiben
  • Beiträge, Artikel, Status von anderen liken und teilen
  • Events anlegen
  • Statistiken über Profilbesuche
  • kostenpflichtige Premiumfunktionen (z.B. mehr Funktionen für Profil, Jobsuche, Statistiken)
 

Werbemöglichkeiten auf Xing und LinkedIn

Auch Xing und LinkedIn bieten natürlich Möglichkeit zur Werbung. Diese sind allerdings etwas klassischer. So kann man verschiedene Bannerformate einstellen oder z.B. personalisierte Nachrichten im Posteingang generieren oder auch Sponsored Posts (diese kennen wir ja schon von anderen Plattformen), um seine Produkte, Dienstleistungen, Jobs oder Events zu bewerben.

Beiden Plattformen bieten hier auch so etwas wie Werbemanager an über die die Anzeigen etc. dann eingestellt und gesteuert werden können.

PS: ihr findet mich hier auf Xing und Linkedin 😉

 

Social Media Crashkurs Teil 7: TikTok

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Über TikTok habe ich in meinem Artikel schon so einiges berichtet. Nun möchte ich die App im Rahmen meiner Social Media Crashkurse nochmal vorstellen.

Zweck von TikTok

TikTok ist eine Kurzvideo-App mit laut Unternehmensangaben inzwischen 800 Millionen aktiven monatlichen Nutzern und ist aktuell eine der meist heruntergeladenen Apps der Welt.

Mit der aus China stammenden App können Nutzer 15-60-sekündige Hochkant-Videos aufnehmen und diese mit Filtern, Sounds und Musikschnipseln gestalten.

TikTok ist keine reine Musikvideo– und Filterplattform wie musical.ly und Snapchat, sondern ein breites Entertainment- und Themennetzwerk für eine junge Zielgruppe.

Wie bereits öfters erwähnt, ist die Zielgruppe sehr jung. Ursprünglich war die App für eine Zielgruppe ab 13 Jahren gedacht, aber es tummeln sich dort auch deutlich jüngere Kids auf der Plattform

Über das Nutzerverhalten der Deutschen gibt es hier ein paar interessante Facts:

Über 4 Millionen Nutzer gibt es in Deutschland, die im Schnitt täglich 39 Minuten auf TikTok verbringen und die App durchschnittlich 8x am Tag öffnen. Damit gehört Deutschland zu den „Heavy Usern“ weltweit. Damit kommt TikTok auf 6,5 Millarden Views im Monat – allein in Deutschland.

TikTok Nutzer DeutschlandQuelle:  Digiday

 

Begrifflichkeiten auf TikTok

Viel zu den Begrifflichkeiten muss man bei TikTok eigentlich nicht sagen. Es gibt hier keine speziellen Fachbegriffe und die Funktionen sind Selbsterklärend. Man hat die Üblichen Editor- und Interaktionsmöglichkeiten (Filter, Likes, Shares, Kommentare) wie bei anderen Plattformen auch.

Deswegen vielleicht nur ein kurzer Exkurs zur Handhabung. Diese ist nämlich extrem simpel. Wenn man sie das erste Mal öffnet, erscheint nicht etwa ein Anmelde-Screen, sondern es wird direkt Content vorgeschlagen. Wischt man nach oben, gelangt man direkt zum nächsten Video. So kann der Nutzer weiterscrollen und massenhaft neuen Content entdecken.

Artikel 29_Funktionen TIktokMöchte man selbst ein Video erstellen, geht das ganz einfach über ein Pluszeichen in der Mitte des Screens. Bevor man das Video dreht, kann man verschiedene Filter, Effekte und Hintergründe einstellen. Über „Sound auswählen“ sind zudem viele Töne und aktuelle Songs gelistet, die dem Video hinzugefügt werden können. Nach dem Dreh kann das Video sogar noch zurecht geschnitten werden. Der fertige Clip darf bis zu 5 Minuten lang sein.

 

Werbemöglichkeiten auf TikTok

Bei den Werbemöglichkeiten fordert Tik Tok die Unternehmen heraus. Man kann hier nicht einfach einen Adslot einbuchen. Das liegt vermutlich auch daran, dass man die junge Zielgruppe schützen möchte.

Unternehmen müssen hier kreativ werden. Sie haben z.B. die Möglichkeit sog. Challenges ins Leben zu rufen. Dafür wird ein Thema bzw. eine Aufgabe vorgegeben, die die User dann unter einem bestimmten Hashtag verbreiten.

Jüngst hat die US-Marke Guess die Kampagne #InMyDenim gestartet. Nutzer sollen sich hier in ihren Jeans filmen und das Video auf die Plattform laden. Zahlen zu dieser Kampagnen sind mir bisher nicht bekannt.

Eine weitere Werbemöglichkeit sind hier vor allen die jungen Influencer, die Produkte und Marken in ihre Videos mit einbauen und die Challenges von Unternehmen bewerben.

 

Edit 2024: Inzwischen besitzt TikTok einen Werbeanzeigenmanager ähnlich wie META, in welchem man die verschiedensten bezahlten Kampagnen einbuchen kann.

Social Media Crashkurs Teil 6: Snapchat

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Kaum etwas wird im Bereich Online Marketing Trends so häufig diskutiert wie der Untergang der App Snapchat. Der Hype um die Plattform sei laut Experten lange vorbei und seine USPs ohnehin durch Konkurrenten wie Instagram und TikTok abgelöst.

Jetzt fragt ihr euch vermutlich: warum will sie mir etwas über eine Plattform erzählen, die es vermutlich bald nicht mehr gibt? Nun ja, eine Plattform verschwindet nicht von heute auf morgen. Solange es Nutzer gibt, wird sie auch noch eine Zeitlang existieren. Zudem gibt euch Snapchat einen guten Einblick in eine sehr junge Zielgruppe und dafür, was z.B. TikTok (hierzu mehr in meinem Artikel und im nächsten Video) besser macht.

Snapchat Beispiele

 

Snapchat DMEXCO

Quelle: Snapchat

 

Zweck von Snapchat

Also, was ist Snapchat?

Snapchat ist ein Instant-Messaging-Dienst für Smartphones und Tablets. Mit Snapchat kann man Fotos und andere Medien an andere Nutzer senden. Das Besondere: der Content ist nur für eine bestimmte Anzahl von Sekunden für den Empfänger sichtbar – danach „zerstört“ er sich selbst. Zudem zeichnet sich Snapchat durch seine vielfältigen Filter aus.

Im Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken erhalten Nutzer keine Profile, die sie ausbauen und gestalten können. Stattdessen haben sie einen eigenen, aber einseitig ausgerichteten Channel, mit dem sie neue Inhalte verbreiten können. Andere Nutzer können diese Inhalte ansehen, aber nicht kommentieren oder liken. Die Inhalte verschwinden zudem nach einer gewissen Zeit.

Nutzerzahlen Snapchat Statista

*Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/771459/umfrage/nutzerstruktur-von-snapchat-nach-altersgruppen-in-deutschland/

 

Wie man sieht, sind die Snapchat-Nutzer sehr jung. Laut Futurebiz sind 72% der deutschen Nutzer sogar nicht älter als 24 Jahre.

Insgesamt nutzen täglich 186 Mio. Menschen weltweit die App. Die meisten Nutzer sind weiblich, was vor allem an der Art der Funktionen der App liegt (z.B. Beauty-Filter).

Ein paar interessante Facts zu den Nutzerzahlen findet ihr hier: http://www.futurebiz.de/artikel/snapchat-statistiken-nutzerzahlen/

 

Begrifflichkeiten auf Snapchat

Snap: Begriff für den erstellten und veröffentlichten Content

Snapcode: persönlicher „Fingerabdruck“, den andere User einscannen können, um einen Nutzer zu adden

Timer: hiermit lässt sich einstellen, wie lange ein Snap „überlebt“ bevor ich sich selbst zerstört. Möglich sind max. 60 Sekunden.

Filter & Editor: Snapchat bietet die Möglichkeit seine Bilder direkt in der App zu bearbeiten. Das kann z.B. das Einfügen von Texten und Emojis sein, aber auch das Anwenden bereits integrierter Filter (z.B. reine Farbfilter, animierte Bildfilter, Audio-Filter, Geo-Filter etc.).

Snapchat-Story: ist ein Feature, das Usern Möglichkeit gibt, kurze, zusammenhängende Geschichten einzustellen. Eine Story kann Fotos und Videos beinhalten.

Bitmoji: eine Art Mini-Me Sticker, den man in seine Snaps integrieren kann und der eigene Storys „erleben“ kann

 

Werbemöglichkeiten auf Snapchat

Und wie sollte es auch anders sein – natürlich kann man auch bei Snapchat werben. Allerdings bietet das Unternehmen hier nicht zu viele Möglichkeiten und ist auch recht streng, was zum Beispiel Spezifikationen angeht. Ich vermute, das liegt unter anderem an der recht jungen Zielgruppe. Hier muss man aus rechtlichen Gründen vorsichtig sein. Bei einem On-Demand-Geofilter ist es z.B. nicht möglich klickbare URLs und Markenlogos einzufügen. Die Motive werden sogar vorher alle von Snapchat überprüft und müssen freigegeben werden.

 

Snap Ads: eine Video-Werbeanzeige von maximal 10 Sekunden Länge mit der Option, weitere Informationen zu liefern, wenn der Nutzer auf der Anzeige nach oben wischt.

Gesponserte Linsen: Unternehmen können Linsen (= Filter) selbst gestalten und im Filtermenü der Nutzer zur Verfügung stellen.

Gesponserte Geofilter: Unternehmen können grafische Overlays passend zum Standort des Nutzers entwerfen und zur Verfügung stellen

On-Demand Geofilter: Testmodell von Snapchat, mit dem Unternehmen testen können, wie Werbung auf Snapchat performt (Start schon bei 5€). Funktionieren genau wie gesponserte Geofilter, nur dass sie z.B. für größe Flächen und für einen längeren Zeitraum verfügbar sind.

Snap to Unlock: Snapcodes werden auf physischen Medien wie z.B. Plakaten, Rechnungen, Tassen etc. angebracht, die Snapchatter dazu bringen sollen, mit Marken zu interagieren, indem sie Zugang zu „geheimen“ Funktionen innerhalb der App erhalten. Wenn der User in App ein Foto von einem Snapcode macht, schaltet er damit für einen begrenzten Zeitraum eine Geofilter oder eine Linse frei.

Discover-Funktion: Bereich in der App (dort wo die Storys sind Swipe nach rechts) ist der Discover-Bereich. Hier können Publisher redaktionelle Inhalte, Videos, Fotos, Musik etc. posten und auch Werbung schalten.

Social Media Crashkurs Teil 5: Twitter

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Twitter: das Medium, das durch Donald Trump in den letzten Jahren zusehend für Aufmerksamkeit gesorgt hat und vor allem in der Politik relevanter denn je ist.

Zweck von Twitter

Twitter gibt es bereits seit 2006. Es handelt sich hierbei um einen Bloggingdienst und soziales Netzwerk, über das Nutzer Kurznachrichten (sog. „Tweets“) mit max. 140 Zeichen versenden können. Charakteristisch für Twitter sind die Hashtags. Sie verknüpfen alle Tweets, in denen der entsprechende Hashtag vorkommt miteinander.

Twitter ist ebenfalls bekannt für seine unglaubliche Geschwindigkeit mit der sich Nachrichten über die ganze Welt verbreiten lassen.

Weltweit nutzen 321 Mio. Menschen Twitter mindestens einmal pro Monat. In Deutschland sind es 12 Mio.

Trotz des Buzz, den die Plattform von Trump & Co erhält, sind die Zahlen im Vergleich zu den letzten Jahren leicht rückläufig.

Die Zielgruppe ist altersmäßig recht gleichmäßig verteilt:

Statista Nutzerzahlen Twitter

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/691593/umfrage/anteil-der-nutzer-von-twitter-nach-alter-in-deutschland/

 

Begrifflichkeiten auf Twitter

Einige der Begriffe kennen wir bereits aus den andere SoMe Crashkursen. Dass Begriffe hier verwandt sind, liegt in der Natur der Sache und macht es für die User einfacher und gelernter.

Beispiel Tweet Begrifflichkeiten

Tweet: sind alle Beiträge, die auf Twitter gepostet werden. Über die Suche können Tweets im Internet gefunden, gelesen und geteilt werde.

Follower: Anzahl der Twitter-Nutzer die einem anderen Account folgen. Sie erhalten alle Tweets der Kanäle, denen sie folgen.

Retweet: das Teilen eines Tweets eines anderen Nutzers auf der eigenen Pinnwand (Timeline).

Timeline: eine Art Pinnwand des Accounts. Hier kann der Nutzer alle eigenen Tweets und die, denen er folgt, sehen.

#Hashtag: Möglichkeit den eigenen Beitrag mit übergeordneten Kategorien zu verknüpfen und andere Beiträgen, die den gleichen Hashtag nutzen. Mittel zur Reichweitensteigerung.

Trending: viele Nutzer, die zu einem bestimmten Thema tweeten und dabei denselben Hashtag nutzen und das Thema somit pushen.

@maxmustermann: wenn man den Tweet direkt an eine andere Person oder Organisation richten will (muss auf Twitter aktiv sein) kann man diese durch ein @-Zeichen vor dem Nutzernamen verlinken.

GIF: eine animierte Grafik (gibt es auch auf anderen sozialen Netzwerken).

Werbemöglichkeiten auf Twitter

Auch bei Twitter gibt es natürlich die Möglichkeit zu werben. Hierfür gibt es Twitter for Business.

  • Gesponserte Tweets: ähnliche wie Facebook Ads. Hierfür können im Business-Manager Ad-Kampagnen angelegt werden. Diese können nach Zielgruppen, Themen Budget etc. eingestellt werden.
  • Gesponserte Accounts: schlagen Nutzern andere Twitter-Accounts vor, denen sie derzeit nicht folgen und die für sie interessant sein könnten. Hier für werden Follower-Kampagnen über den Business-Manager eingestellt. Diese können nach Zielgruppen, Themen Budget etc. eingestellt werden.
  • Gesponserte Trends: Mit gesponserten Trends werden den Nutzern zeit-, kontext- und ereignisrelevante Trends angezeigt, die von Unternehmen beworben werden. Wenn die Nutzer auf einen gesponserten Trend klicken, sehen sie die Twitter Suchergebnisse zu dem entsprechenden Thema. Ganz oben erscheint dabei ein themenrelevanter gesponserter Tweet des werbenden Unternehmens.

Ads sind als solche gekennzeichnet. Mit Ads kann genauso interagiert werden, wie mit normalen Tweets.

Mit Twitter Analytics können Tweets, Ads, Profile usw. Ausgewertet und optimiert werden.

 

Tipp: Twitterperlen

Wer sich nicht bei Twitter anmelden möchte, aber trotzdem in den Genuss der besten Tweets kommen will, dem empfehle ich diese Seite https://www.twitterperlen.de/ –  absolut zum Schießen! 😉

#twitterperlen

 

Social Media Crashkurs Teil 4: Influencer Marketing

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Thumbnail-Bild „Vorher-Nachher“ Copyright Regina Hickst https://www.instagram.com/reginahixt/ 

Ihr werdet euch jetzt vermutlich denken: was hat Influencer Marketing mit einem Social Media Crashkurs zu tun? Ganz viel.

Natürlich habt ihr recht, dass es sich hierbei um keine Plattform bzw. ein Medium handelt, aber Influencer Marketing gehört zu Social Media wie Bier zu Bayern.

Und da wir mit Facebook, Instagram und YouTube nicht nur die größten Social Media Kanäle, sondern auch die gängigsten Influencer Plattformen bereits kennengelernt haben, dachte ich mir, das wäre ideal für einen kleinen Exkurs.

Definition Influencer Marketing

Also was bedeutet Influencer Marketing? Dieses grippeähnliche Unwort, das seit einigen Jahren in aller Munde ist?

Influencer sind Personen mit hoher Social Media Reichweite (z.B. auf Instagram und YouTube), die als sog. Meinungsmacher fungieren und deren Einfluss und Reichweite für Werbezwecke genutzt wird. Hierfür posten sie Beiträge (Fotos, Videos, Stories) auf ihren Social Media Kanälen und bewerben dort auf (meistens) kreative Art und Weise Produkte und Marken – in der Regel auch mit einem direkten Verkaufslink zum Produkt und oft in Kombination mit speziellen Rabatten für ihre Fanbase.

Klassisch sind Influencer Personen, die über Social Media Kanäle berühmt geworden sind, indem sie sich dort eine Reichweite und eine Fanbase aufgebaut haben. Lange Zeit waren sie abzugrenzen von Prominenten und Testimonials, aber inzwischen ist die Grenze hier sehr verschwommen, da auch klassische Testimonials und Prominente stark auf den sozialen Netzwerken vertreten sind und hier Produktwerbung machen.

Unabhängig davon spielen im Influencer Marketing zwei Punkte eine wesentliche Rolle:

  1. Die Authentizität des Influencers
  2. Das Vertrauen, dass er bei seiner Zielgruppe genießt

Warum das so wichtig ist, darauf komme ich gleich noch zurück.

 

Bedeutung Influencer Marketing für das Marketing Business

Kaum ein Trend hat sich in den letzten Jahren so durchgezogen, wie Influencer Marketing und dass der Markt lukrativ ist, zeigt sich hier:

„30.000 deutschsprachige digitale Meinungsführer – die „Influencer“ –   haben im vergangenen Jahr 560 Millionen Euro netto umgesetzt. Bis 2020 wird der Influencer-Markt mit Instagrammern, YouTubern & Co. in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) laut Goldmedia-Prognose auf knapp eine Milliarde Euro – genau: 990 Millionen – anwachsen.“  (Quelle: https://www.wuv.de/marketing/influencer_setzen_bald_milliarden_um )

 

Man hat schon früher auf Testimonials gesetzt – Influencer sind eigentlich nichts anderes – nur eben auf neuen Plattformen.

Im Marketing spielen sie eine große Rolle. Durch ihre Authentizität und ihren Einfluss bei ihren Followern sind sie die idealen Markenbotschafter und Vertriebskanäle.

Unternehmen nutzen sie, um ihre Markenbekanntheit und natürlich auch ihre Sales zu erhöhen. Wenn ich Influencer Marketing als Teil meiner Marketingstrategie aufnehmen möchte, dann sollte ich dabei allerdings ein paar Punkte unbedingt beachten:

  • vorab genau identifizieren, welcher Influencer zum Unternehmen und dem Produkt/ der Marke passt
  • Passt auch dessen Zielgruppe?
  • Eine authentische Story kreieren – warum nutzt der Influencer das Produkt? (auch wenn er den Beitrag als Werbung markieren muss)
  • Welche Kanäle sind die richtigen für das Produkt/ die Marke?
  • Rev-Share oder Fixum?
  • Ständiges Testing: passt die Story noch? Wie reagiert die Zielgruppe? Welchen Postingzeiten (Tage, Uhrzeiten) sind die besten und haben Einfluss auf die Kampagnenperformance?

Inzwischen gibt es auch Plattformen, um Influencer-Kampagnen einzustellen, auf die sich die Influencer bewerben können und das Unternehmen wählt dann den oder die passenden Influencer aus (haben Vor- und Nachteile).

Takeover: Influencer können auch die SoMe Kanäle von Unternehmen für einen bestimmten Zeitraum übernehmen und dort frei posten und ihre Zielgruppe so auf den Unternehmenskanal ziehen.

Wie ihr seht: Influencer Marketing ist nicht mal eben einen YouTuber oder Instagrammer anheuern. Hier steckt vorab viel Recherche und Abstimmung drin und während der laufenden Kampagne auch

 

Vorurteile gegenüber Influencern

Wenn man über Influencer spricht, dann kommt man nicht umhin, auch über das Thema Vorurteile zu sprechen. Man denkt oft, dass es sich hier um untalentierte Jugendliche handelt, die mit ein bisschen Fotos auf Instagram und ein paar Videos auf YouTube Millionen scheffeln und eigentlich nichts dafür tun.

Zunächst mal, wie verdienen Influencer Geld?

Influencer verdienen Geld, durch Rev-Share und Provisionsmodelle oder Fixbeträge, die ihnen Unternehmen für das Bewerben eines Produktes zahlen, ebenso wie durch beispielsweise Video-Werbefomate (PreRolls, etc.). Seit einiger Zeit, müssen Beiträge, in denen geworben wird, auch als solche gekennzeichnet werden. Man hatte Angst, dass die Werbekennzeichnung die Fans verschrecken würde, aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Fans vertrauen ihren Influencern („der wird ja nichts bewerben, was er nicht gut findet“) und finden den ehrlichen Umgang mit Werbung gut. Sie haben sogar Verständnis dafür, dass Influencer werben und so ihr Geld verdienen.

Und um den Vorurteilen entgegen zu wirken: kaum jemand verdient mit Nichts-Tun Millionen. Natürlich gibt es den Anteil an Influencern, die inzwischen für ein bisschen Produkt in die Linse halten und ihren Followern präsentieren Unsummen kassieren, aber der Weg dahin war meist auch mit viel Arbeit verbunden (und ja klar, ein bisschen Glück gehört auch dazu).

Es dauert, sich eine Reichweite aufzubauen und eine Fanbase und natürlich muss diese auch mit Content gefüttert werden. Wie viel Arbeit hinter einem scheinbar einfachen Insta-Bild steckt, verrät die YouTuberin Regina Hickst:


Hinweis: Bei Klick auf das Thumbnail wird der YouTube Player geladen.

Quelle: Copyright Regina Hickst https://www.instagram.com/reginahixt/ 

Und über Videos drehen und schneiden brauche ich wohl kaum etwas sagen – da kann ich aus eigener Erfahrung sprechen, dass da viel Arbeit drin steckt.

Also auch, wenn es das ein oder andere schwarze Schaf gibt, Influencer sein ist nicht so einfach. Ich denke mir natürlich auch manchmal meinen Teil über die „verzogenen Rotzgören, die in ihrem Leben noch nie richtig gearbeitet haben“, aber mal ehrlich – steckt da bei jedem von uns nicht auch ein bisschen Neid dahinter? ????

 

Entwicklung des Influencer Marketings

Wie vorhin bereits erwähnt, wird dieses Jahr nochmal ein riesiges Wachstum im Bereich Influencer Marketing erwartet. Doch wo geht die Reise hin? Die Influencer Plattform reachbird hat hier zu einen sehr umfangreichen Trendreport mit spannenden Insights und ausblicken erstellt. Unter anderem folgende Trends erwartet das Unternehmen dieses Jahr:

  • Influencer als Branden Content-Produzenten
  • Influencer im Employer Branding
  • Influencer Marketing und KI)
  • Corporate Influencer
  • uvm.

Den vollständigen Trendreport von reachbird findet ihr hier zum Download: reachbird Influencer Marketing Trendreport 2019

Social Media Crashkurs Teil 2: Instagram

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Heute geht es gleich weiter mit dem zweiten Giganten unter den Social Media Kanälen: Instagram

Zweck von Instagram

Instagram ist ein kostenloser Online-Dienst, der zu Facebook gehört und mit dem User Fotos und Videos teilen können. Instagram ist eine Art Mischung aus audiovisueller Plattform und Microblog und ermöglicht es, die Inhalte auch in anderen sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Zudem können Nutzer ihren Content mit Filtern versehen.

Instagram hat im Juni 2018 die 1 Mrd. monatliche Nutzer-Grenze geknackt und kommt Facebook damit immer näher. Allein in Deutschland hat die Plattzform 15 Mio. Nutzer. Zudem nutzen 400 Mio Menschen täglich Instagram Stories.

Instagram Nutzer

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/691584/umfrage/anteil-der-nutzer-von-instagram-nach-alter-in-deutschland

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/809703/umfrage/instagram-nutzer-nach-alter-und-geschlecht-weltweit/

Interessant ist dabei, dass sich die Nutzer weltweit von denen in Deutschland etwas unterscheiden, was die Altersstruktur angeht. Verteilen sich die Nutzer weltweit recht breit auf eine Zielgruppe zwschen 18 und 34, sind die in Deutschland ein gutes Stück jünger. Hier sind die meisten Nutzer zwischen 14 und 19 Jahren.

 

Begrifflichkeiten bei Instagram

Like/ Gefällt mir: Interaktionsbutton, mit dem ein User zum Ausdruck bringen kann, dass er einen Beitrag interessant findet

Share/ Teilen: Interaktionsbutton, mit dem ein User seinen oder den Beitrag eines anderen auf einem anderen sozialen Netzwerk teilen kann

Follower: Anzahle der Leute, die deinem Instagram-Profil folgen

Filter & Editor: Instagram bietet die Möglichkeit seine Bilder direkt in der App zu bearbeiten. Das kann z.B. das Einfügen von Texten und Emojis sein, aber auch das Anwenden bereits integrierter Filter (z.B. reine Farbfilter, animierte Bildfilter, Audio-Filter, Geo-Filter etc.).

#Hashtag: Möglichkeit den eigenen Beitrag mit übergeordneten Kategorien zu verknüpfen und andere Beiträgen, die den gleichen Hashtag nutzen. Mittel zur Reichweitensteigerung.

Instagram Stories: Instagram Stories ist ein Feature, das Usern die Möglichkeit gibt, kurze, zusammenhängende Geschichten zu posten, die nach einer gewissen Zeit verschwinden (höchsten 24 Stunden). Eine Story kann Fotos, Videos oder sogenannte Boomerangs beinhalten.

Boomerang: Eine Funktion von Instagram, mit der kurze Videos erstellt werden können,  die vorwärts und rückwärts in Endlosschleife abgespielt werden.

IGTV: Neueste App von Instagram mit der Möglichkeit, Videos von bis zu 60 Minuten Länge zu veröffentlichen. Das Besondere: der gesamte Content ist vertikal. Siehe hierzu auch mein Artikel zu IGTV.

Begrifflichkeiten Instagram

 

Werbemöglichkeiten bei Instagram

Auch auf Instagram hat man natürlich die Möglichkeit seine Beiträge, Seiten und Produkte zu bewerben. Hierzu kann man praktischerweise sein Instagram Werbekonto mit dem Facebook Werbekonto verbinden und beide Kanäle über den Facebook Business Manager steuern.

Was hier allerdings zu beachten ist: nicht jeder kann Werbung auf Instagram schalten! Die Plattform setzt hier einen verifizierten Business-Account mit mind. 1.000 Followern voraus. Eine Verlinkung in einer Story ist sogar erst ab 10.000 Followern möglich.

Was bringt das Bewerben auf Instagram?

  • In erster Linie: Erhöhung der Markenbekanntheit, Markenbildung und/ oder Verbesserung des Marken-/Firmenimages, da Instagram im Vergleich mit anderen sozialen Netzwerken die höchste Interaktionsrate zwischen Marken und Kunden aufweist (siehe Forrester Studie)
  • Zugriff auf Statistiken:
    • Abonnentenanzahl und Veränderung gegenüber der Vorwoche
    • Impressionen, Reichweiten, Profilaufrufe und Webseitenklicks in den letzten 7 Tagen und Veränderung
    • Demografische Daten, wie z.B. Geschlechtsverteilung, Alter und Herkunftsorte
    • Uhrzeiten und Tage an denen die Follower online sind
  • Instagram-Werbeanzeigen: Ein Post kann durch den „Hervorheben“-Button zu einer Werbeanzeige umgestellt werden. Es lassen sich Zielgruppe, Budget und Laufzeit einstellen. Der Post wird als „gesponsert“ markiert.

Instagram Insights

Quelle: https://fstoppers.com/apps/how-access-instagrams-powerful-analytic-insights-right-now-free-141951

 

Wichtig:

Ich persönliche sehe Instagram höheres Zukunftspotential als in Facebook, insbesondere auf Grund des Video Contents und der Stories. Dies zeigt auch bereits das Nutzerwachstum.

Ads auf Instagram werden viel nativer eingebettet in den Feed und die Stories. Zudem lassen sich hier Unternehmen echt was einfallen, um kurze Story-Ads zu produzieren, die man eben auch mal laufen lässt und nicht gleich weiterwischt. Das Werbeerlebnis für den User ist hier „angenehmer“ als auf anderen Kanälen und wird somit auch besser akzeptiert.

Social Media Crashkurs Teil 1: Facebook

Play Video about Social Media Crashkurs Teil 1: Facebook I Online Marketing I Chrissy's Marketing Corner - youtube

Wir starten heute die Reihe Social Media Crashkurse. In diesen Crashkursen lernt ihr die gängigsten Social Media Kanäle kennen, ihre Zielgruppen, Begrifflichkeiten und Werbemöglichkeiten.

Es handelt sich um absolute Basic Kurse, aber ich bin mir sicher, dass hier für jeden etwas Neues, das er davor noch nicht wusste, dabei sein wird.

Und gleich zu Beginn möchte ich mit der Mutter aller Sozialen Netzwerke starten: Facebook

Zweck von Facebook

Facebook ist ein soziales Netzwerk, in dem User die Möglichkeit haben, sich private Profile zur Darstellung der eigenen Person, Unternehmensseiten zur geschäftlichen Präsenz sowie interessensspezifische Gruppen zur gemeinsamen Diskussion zu erstellen.

Die Profile werden durch Freundschaftsanfragen untereinander vernetzt. Die Anzahl an Abonnenten ist unbeschränkt, wobei die Höchstgrenze von direkt verbundenen Freunden bei max. 5.000  Freunden liegt.

Facebook bietet zudem einen Messenger und eine Live Funktion an.

Facebook hat über 2 Mrd. aktive monatliche Nutzer weltweit – davon allein 30 Millionen nur in Deutschland.

Anzahl der Facebook-Nutzer nach Altersgruppen und Geschlecht in Deutschland im Januar 2018 (in Millionen) Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/512316/umfrage/anzahl-der-facebook-nutzer-in-deutschland-nach-alter-und-geschlecht/

Entgegen sämtlicher Behauptungen, Facebook wäre am Aussterben und überhaupt eigentlich nur noch was für ältere Menschen, zeigen die Zahlen deutlich, dass die Nutzerzahlen von Facebook nach wie vor sehr hoch sind und die die Altersstruktur der Zielgruppe sehr breit aufgestellt.

Natürlich ist Facebook vermutlich nicht mehr das beste Medium, um eine Zielgruppe unter 18 anzusprechen, aber für eine andere Zielgruppe funktioniert es als Kanal nach wie vor sehr gut.

 

Begrifflichkeiten von Facebook

Natürlich möchte ich auch ein paar Begrifflichkeiten vorab klären. Vielen werden diese auf Grund des täglichen Gebrauchs durchaus geläufig sein, aber just in case… 😉

Begrifflichkeiten Facebook

 

Like/ Gefällt mir: Interaktionsbutton, mit dem ein User zum Ausdruck bringen kann, dass er einen Beitrag interessant findet

Share/ Teilen: Interkationsbutton, mit dem ein User den Beitrag eines anderen Users/ Unternehmens in seiner Chronik teilen kann

Kommentar: hier können User den Beitrag kommentieren und auch andere User/ Freunde vertaggen. Dies funktioniert durch Eingabe von @NamedesUser in das Kommentarfeld

Facebook Live: Eine Funktion, die es ermöglicht Live-Streams via Facebook zu machen. Spannendes Tool für z.B. Produktpräsentationen und Interviews. Die Zuschauer können via Live-Kommentare und Likes reagieren.

Organische Reichweite: Likes und Teilen des Beitrags führen dazu, dass immer mehr User den Beitrag sehen und diesen auch liken und teilen. Die somit erreichen Likes/ Shares/ Kommentare und Aufrufe des Betrags bezeichnet man als organische Reichweite, da diese auf natürliche Weise gewachsen ist.

Paid Reichweite: Unternehmen haben die Möglichkeit ihre Beiträge zu bewerben. Hier bezahlen sie entweder Betrag x oder einen TKP für eine gewisse Reichweite, die sie erreichen wollte. Die Reichweite wird somit künstlich gepusht.

Algorithmus: Soziale Netzwerke nutzen Algorithmen, um zu steuern, welche Inhalte den Nutzern bevorzugt angezeigt werden – und welche nicht. Diese künstliche Vorsortierung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel den Seiten, die der Nutzer abonniert hat und den Inhalten, auf die er häufig reagiert. Daraus wird die Wahrscheinlichkeit abgeleitet, mit der Nutzer neue Inhalte interessant finden.

Das bedeutet auch: nicht alles, was ein Unternehmen postet, sehen dessen Follower auch automatisch.

Begrifflichkeiten Facebook 2

 

Werbemöglichkeiten auf Facebook

Und was wären wir für Marketer, wenn uns nicht vor allem interessieren würde, wie man auf Facebook werben kann?

Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Seite, Marke, Produkte und Posts auf Facebook zu bewerben. Hierzu gibt es den Facebook Business Manager.

Der Facebook Business Manager erlaubt es, Kampagnen einzustellen und Posts zielgruppengerecht zu steuern.

Facebook Business Manager

Quellen: https://business.facebook.com/https://www.facebook.com/business/a/campaign-structure

 

Hierbei gibt es verschiedenen Arten von Posts bzw. Anzeigen und einige Faktoren zu berücksichtigen:

Ads und Beiträge können sowohl als Bild als auch als Link Post eingestellt werden. Vorteil des Link Post ist der klickbare CTA.

Facebook Bild Post und Link PosBei beiden besteht die Möglichkeit, diese als Dark Post einzustellen. Dark Posts sind Beiträge, die in der eigenen Chronik nicht auftauchen, sondern nur bei der getargeten Zielgruppe.

Der Business Manager ermöglicht zudem das Einstellen von Zielgruppen nach demografischen Merkmalen. Nur Usern mit den vorher eingestellten Kriterien wird die Anzeige ausgespielt.

20%-Regel: der Text auf FB-Werbenanzeigen darf nicht mehr als 20% der Gesamtanzeige ausmachen. Mit diesem Tool lässt sich prüfen, ob die Anzeige der Regel entspricht: https://www.facebook.com/ads/tools/text_overlay

Tracking: über den BM können Anzeigen getrackt und Retargetingmaßnahmen gesteuert werden. Durch hinterlegte Trackinglinks kann zusätzlich die Performance bestimmt werden. Z.B. wie viele Produkte wurden durch diesen Post verkauft.

 

Wichtig:

Oben hatte ich ja bereits das Thema Algorithmus angesprochen. Etwas, das sich in den letzten Jahren leider sehr drastisch verändert hat, ist, dass auf Grund des Algorithmus die organischen Reichweiten immer schlechter werden. Um Facebook als Umsatztreiber nutzen zu können, ist es inzwischen nahezu unumgänglich auf Paid Ads zu setzen. Auch wenn euch Kunden vielleicht immer noch nach der organischen Reichweite fragen, weil sie lange als Aussage über den Erfolg einer Kampagne galt, ist diese Kenngröße in Bezug auf Kampagnen kaum noch aussagekräftig.